Entwurf zu neuer Führerscheinrichtlinie

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  • Ich hab 2x hingeguckt, bei diesem ENTWURF zur Änderung der Führerscheinrichtlinien handelt es sich um keinen Aprilscherz!

    Eine Leistungsbeschränkung für Pkw-Fahranfänger finde ich vernünftig, aber eine Gewichtsbeschränkung oder gar Tempo 90 ist m.E. weltfremd und gefährlich.

    Ebenso unsinnig wäre ein Nachtfahrverbot für Fahranfänger. Sollen junge Leute in ihrer Freizeit zu Fuss gehen? Überwiegend sind öffentliche Verkehrsmittel nachts nicht verfügbar, sehr teuer und oft auch gefährlich.

    Anstatt das zul. Gesamtgewicht beim Führerschein B praxisgerecht von 3.500 kg auf 4.250 kg zu erhöhen will man das Gewicht reduzieren und eine weitere FS-Klasse einführen. Man könnte meinen, dass der FS immer mehr zum Luxusgut und Geringverdienern vorenthalten werden soll.

    Gesundheitschecks bei Senioren kann man begründen, die müssen aber praxisorientiert und bezahlbar sein.

    Muss ich mir auf meinen alten Tagen noch eine Pferdekutsche anschaffen?

    Der Berichts-Entwurf des Ausschusses liegt FOCUS online vor. Es handelt sich um eine Revision der alten Führerschein-Richtlinie 2006/126/EC, die im Dezember 2006 verabschiedet wurde. Ab wann die neue Fassung gelten würde, ist noch offen.

    Tempo 90 für Fahranfänger, neue Gewichtsgrenze bei Führerscheinen

    Es handelt sich um einen Entwurf, final beschlossen sind die Änderungen also noch nicht. Sollte die EU-Richtlinie mit den vorgeschlagenen Änderungen verabschiedet werden, wären allerdings die Mitgliedstaaten daran gebunden und müssten die Vorschriften umsetzen. Im Entwurf ist vermerkt, dass bisherige Führerscheine von den neuen Regeln nicht berührt werden sollen. Allerdings widerspricht das zum Teil den Inhalten des Entwurfs, unter anderem bei den vorgeschlagenen Pflicht-Untersuchungen und Gültigkeits-Begrenzungen für Senioren.

    Die EU verspricht sich mit den Änderungen nach eigenen Angaben eine Reduzierung der Unfallzahlen. Die sogenannte „Vision Zero“ der EU sieht vor, dass nach 2050 die Zahl der Verkehrstoten bei Null liegen soll.

    Senioren erwartet Pflicht-Untersuchung beim Arzt

    Vorsitzende des Ausschusses und Berichterstatterin ist die französische Grünen-Politikern Karima Delli, die auch die Änderungen eingebracht hat. Folgende zentrale Punkte sieht der aktuelle Entwurf unter anderem vor:

    • Es soll künftig nach Altersklassen gestaffelte Tempolimits geben. Für Fahranfänger sind demnach 90 km/h als Grenze vorgesehen - eine Geschwindigkeit, die ziemlich genau dem realen Maximaltempo von LKW auf deutschen Autobahnen entspricht (offiziell Tempo 80, elektronisch sind LKW auf 89 km/h begrenzt). Es wäre damit Fahranfängern quasi unmöglich, auf der Autobahn zu überholen. Der Führerschein auf Probe erfordert zudem nach Abschluss der Probezeit eine erneute Fahrprüfung.
    • Bei Fahranfängern soll es die Möglichkeit geben, Nachtfahrverbote zu verhängen. Wörtlich heißt es in dem Entwurf: „Die Mitgliedstaaten können besondere Vorschriften für Fahranfänger festlegen, um das Fahren in der Nacht, und zwar von Mitternacht bis 6.00 Uhr, zu beschränken. In diesem Fall legen die Mitgliedstaaten Sanktionen für Fahranfänger bezüglich der Beschränkung des Fahrens in der Nacht fest und treffen alle erforderlichen Maßnahmen, um deren Durchsetzung sicherzustellen. Diese Sanktionen müssen wirksam, verhältnismäßig, abschreckend und nicht diskriminierend sein.“
    • Senioren müssten mit erheblichen Kosten rechnen und künftig wohl mit der ständigen Angst vor dem Verlust des Führerscheins leben. Der Entwurf sieht nämlich vor, dass ab dem 60. Lebensjahr der Führerschein nur noch sieben Jahre gültig ist, ab 70 nur noch fünf und ab 80 nur noch zwei Jahre. Danach muss der Führerschein auf eigene Kosten jedesmal erneuert werden - ob man ihn wieder bekommt, will die EU von umfangreichen medizinischen und psychologischen Untersuchungen abhängig machen.

    Gewichtsgrenze: Extra-Führerschein für SUV?

    Eine der größten Hämmer, den die Grünen-Politikern Karima Delli im Ausschuss vorschlagen soll, ist die Gewichtsgrenze für den Führerschein. So soll es für alle PKW-Führerscheine der Klasse B (alte Klasse 3) künftig eine Gewichtsgrenze von 1800 Kilogramm geben (bisher 3500 kg) . Verbunden damit ist ein Tempolimit von 110 km/h. Wer größere Autos fahren will, muss dafür einen eigenen Führerschein machen, der „B+“ heißt - und den man erst ab 21 Jahren erwerben darf. Auch wer hier gegen die Regeln verstößt. soll „wirksame und abschreckende Sanktionen“ zu spüren bekommen.

    Neue Führerscheinklasse „B Plus“

    Nach Informationen von FOCUS online zielt dieser Punkt vor allem darauf ab, Autofahrerinnen und Autofahrern das Fahren von SUV und großen Fahrzeugen erheblich zu erschweren oder unter 21 Jahren sogar komplett unmöglich zu machen. Tatsächlich heißt es im Berichtsentwurf: „Besonders schwere Personenkraftwagen (SUV) sind [...] anfälliger für Zusammenstöße als leichte Personenkraftwagen. Da in der EU immer größere und schwerere Fahrzeuge in Verkehr gebracht werden, ist der Führerschein der Klasse B für diese Fahrzeuge nicht mehr geeignet.“ Viele SUV, aber auch Mittel- und Oberklasseautos liegen über 1,8 Tonnen Leergewicht.

    Große Elektroautos erst ab 21 Jahren?

    Unklar ist, ob die EU-Berichterstatterin dabei einen besonderen Aspekt bedacht hat: Nicht nur SUV, sondern auch viele Elektroautos - einige sogar schon im Kompakt- bis Mittelklassewagenbereich - kommen wegen der schweren Batterien auf über 1,8 Tonnen Leergewicht. Faktisch würde die von Karima Delli geforderte Regel also bedeuten, dass viele Elektroautos erst ab 21 Jahren gefahren werden dürften. Denn wenn explizit auf die Masse des Fahrzeugs als sicherheitsrelevanter Aspekt abgezielt wird, wäre eine Ausnahme für Elektroautos wohl kaum zulässig.

    Kommende Richtlinie soll nun beraten werden

    Der Entwurf enthält noch diverse andere Änderungen, etwa eine EU-weite Vereinheitlichung von Bußgeldern. Unklar ist, wie nun die anderen Fraktionen auf den Entwurf reagieren. Offenbar geht einigen das angestrebte Gesetz deutlich zu weit. Die „Krone“ zitiert die österreichische Abgeordnete Barbara Thaler (ÖVP): „Unser Verhandlungsziel ist, dass am Ende des Tages ein anderes Gesetz am Tisch liegt.“ Der Entwurf wird im Parlament und später in den Mitgliedstaaten beraten. Die fertige Richtlinie muss dann von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden.

    Quelle: Focus Online

  • Ähm, ich find's gar nicht so schlecht. Nicht alles aber größtenteils ja. Ich bin Berufskraftfahrer und sehe sehr viele Sachen auf unseren Straßen die einem die Nackenhaare aufstellen. Und nein ich bin nicht Fehlerfrei, aber ich habe Erfahrung, Since 1995 (Unfallfrei) und fahre eigentlich leidenschaftlich gerne. Der Straßenverkehr ist seit damals 1995-2023 brachial, rücksichtslos, unverschämt, knall hart und für viele Menschen nicht so bewusst wie es ist.

    Und warum sollten nur wir Kraftfahrer alle 5 Jahre zum Augenarzt, zum Doc oder sich 5 Modulen unterziehen und ihre Fachliche Eignung beweisen, nur daß wir fahren dürfen, geschweige denn das der Rotz 700-1000€ kostet, ja alle 5 Jahre.

    Ich verstehe es auch die Ablehnung nicht ohne mal rational darüber nachgedacht zu haben. :/

    Shit Storm an!!!

  • Bin ich absolut dagegen es läuft wie alles auf eins raus...............KONTROLLE <X

    • Offizieller Beitrag

    Da es sich um ein aktuelles Thema mit hohem Diskussions- und Streitpotential handelt, hier noch ein Hinweis:

    Fügt nur hilfreiche und konstruktive Kommentare in dieses Themen ein. Vermeidet unnötige Kommentare, die nicht zum Thema passen, eine politische Diskussion einleiten und andere Leser provozieren sollen.

    Sollte sich nicht daran gehalten werden, müssen wir Verwarnungen aussprechen. - Also, fair bleiben und auch andere Meinungen zulassen.

  • Kontrolle ist nur ein Nebeneffekt

    Geldmacherei und Amtsschimmel lassen grüßen

    Wir in den Feuerwehr haben ja jetzt mit den 3.5 Tonnen schon massiv Schwierigkeiten und dann können wir zusperren

    Wenn keiner hilft :/ kann niemanden geholfen werden :facepalm: deshalb helfe ich wo es geht :handshake:

    1. DQF Treffen 2022 - ich war dabei

    2. DQF Treffen 2023 - Ich war dabei

    3. DQF Treffen 2024 - Ich war dabei

  • tyros ,ich will auf gar keinen Fall einen Streit. Ich hoffe das meine Meinung akzeptiert wird und es sich jeder selbst abwägen kann wie er mit dem Thema um geht.

    Vielen dank :thumbup:

  • Ähm, ich find's gar nicht so schlecht. Nicht alles aber größtenteils ja. Ich bin Berufskraftfahrer und sehe sehr viele Sachen auf unseren Straßen die einem die Nackenhaare aufstellen. Und nein ich bin nicht Fehlerfrei, aber ich habe Erfahrung, Since 1995 (Unfallfrei) und fahre eigentlich leidenschaftlich gerne. Der Straßenverkehr ist seit damals 1995-2023 brachial, rücksichtslos, unverschämt, knall hart und für viele Menschen nicht so bewusst wie es ist.

    Und warum sollten nur wir Kraftfahrer alle 5 Jahre zum Augenarzt, zum Doc oder sich 5 Modulen unterziehen und ihre Fachliche Eignung beweisen, nur daß wir fahren dürfen, geschweige denn das der Rotz 700-1000€ kostet, ja alle 5 Jahre.

    Ich verstehe es auch die Ablehnung nicht ohne mal rational darüber nachgedacht zu haben. :/

    Shit Storm an!!!

    Sehe ich absolut genauso

    Ausser einen Volltreffer einer jungen Dame von hinten...... die meinte mich bei roter Ampel an zu schieben bin ich 30 Jahre unfallfrei mit meinem PKW unterwegs.

    Aber auch nur weil ich schon viele viele male für die anderen mitgedacht habe und rechtzeitig die Bremse geworfen habe, oder einfach mal nicht auf mein Recht bestanden habe um den Unfall zu umgehen.

    Es fällt mir gerade besonders stark auf, auch durch den Demografischen Wandel, wie die qualität unserer Autofahrer abnimmt.

    Besonders beobachte ich das gerne auf Größeren Parkplätzen wie Mediamarkt oder Baumarkt am Wochenende.

    Es wird geparkt und gefahren ohne Rücksicht und jeder ist sich selbst am wichtigsten.

    Ganz derbe auf den Bundestraßen. Da wird mit 72,5 km/h auf der Bundesstraße rumgeeiert und mit der gleichen Geschwindigkeit durch den Ort gefeuert.

    Die Art und Weise wie Unfälle entstehen lässt mich nur noch mit dem Kopf schütteln.

    Leider war ich letztens auch Zeuge wie ein 87 Jähriger Mann eine 82 Jährige Radfahrerin abgeräumt hat. Der Mann schaut nach rechts.... muss die Radfahrerin gesehen haben und geht voll aufs Gas. Es war wenig verkehr und die Situation war sehr gut ein zu sehen.

    Da bin ich ganz klar für Nachkontrolle, Sehtest etc.

    Wer in dem Alter noch fahren will soll auch beweisen das er fitt ist.

    Auch bei meiner Generation. Habe ich über Nachkontrolle nichts ein zu wenden.

    lg
    Commander Lucky :srider:

    Keep calm and take a Photo :ziggi:

    In a world where you can be anything - be kind :Streicheln:

  • So da das jetzt geklärt wurde stellt sich mir immer noch die Frage warum nicht?

    Mir ist klar das die momentane Situation in Deutschland, Unzufriedenheit und Enteuschung über die Gesetzgebung/Politik ist.

    Aber stellt euch doch ausser das jeder das finanzielle sieht die Frage was hätte so ein Gesetz wirklich für einen Sinn. Es gäbe so viele Beispiele, Vorkommnisse, Zeitungsbericht die ich nicht näher zerpflücken will, das wäre Ufer los.

    Ich finde es hald bisserl dünn es ginge um Geld und das kann man den Leuten nicht zu muten. Uns wird es ja auch zugemutet.

    :/

  • Ich halte von dem EU Diktat nix!

    Führerschein ist Landessache und soll es auch bleiben und das der Führerschein jetzt nur noch 15 Jahre gilt ist auch nur Geldschneiderei.

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