Shit Storm an!!!
Warum? Es darf doch jeder seine Meinung haben und äußern.
Der Gesundheits- oder Tauglichkeitscheck soll für Verkehrsteilnehmer ab 67 vorgeschrieben werden. Der größte Teil dieses Personenkreises wird mit einem Pkw in einem Jahr ungefähr soviel fahren wie manch ein Berufskraftfahrer mit einem 38-Tonner in 1-2 Wochen - da sehe ich schon einen Unterschied.
Wer soll die Fahrtauglichkeit überprüfen? Wir haben Ärztemangel, auf Prüfungstermine für Fahrprüfungen muss man heute schon lange warten da die Prüfer überlastet sind, wenn jetzt noch - ich weiß nicht wieviele - Senioren gecheckt werden müssen dürfte das gar nicht umsetzbar sein. Wenn man den Leuten den FS wegnimmt muss man aber auch gewährleisten, dass sie trotzdem noch mobil sind, insbesondere in ländlichen Regionen ist man ohne Auto aufgeschmissen.
Internationale Studien weisen zudem darauf hin, dass das Alter allein kein erhöhtes Unfallrisiko bedeutet. Das ändert sich jedoch, wenn krankheitsbedingte Einbußen der Leistungsfähigkeit nicht mehr durch eine entsprechende Anpassung des Verhaltens kompensiert werden können.
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Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil verunglücken Menschen ab 65 Jahren seltener bei Verkehrsunfällen als jüngere. Sie sind jedoch überproportional häufig in schwere Verkehrsunfälle verwickelt. So lag ihr Anteil an allen Verunglückten im Jahr 2021 bei 13,9 Prozent. Bei den Verkehrstoten waren es jedoch 33,9 Prozent. Damit gehörte jeder dritte Verkehrstote zu dieser Altersgruppe.
Quelle: Deutsche Verkehrswacht
Ob die Verunglückten auch Unfallverursacher waren erschließt sich mir nicht. Man darf auch nicht vergessen, dass ein 65-jähriger Verletzter idR. geringere Überlebenschancen hat als ein 20-jähriger mit gleichen Verletzungen, daher muss man sich die Statistiken genau anschauen.
Das Argument, dass man bei der Erhöhung des Renteneintrittsalters auf den besseren Gesundheitszustand der Senioren verweist ist auch nicht von der Hand zu weisen.
Im vergangenen Jahr (2022) sind auf Deutschlands Straßen 2788 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes.
Quelle: tagesschau.de
Auch wenn es sich makaber anhört, mir tut jeder Verunglückte leid, aber es sind "nur" 2.788 Tote in 1 Jahr, rechtfertigt das derartig einschneidende Maßnahmen für alle Senioren? Im Jahr 2000 waren es noch ca. 7.500 Getötete.
Edit:
Wird man Rücksichtslosigkeit im Strassenverkehr durch die geplanten Neuregelungen verhindern?
Edit 2:
Zitate sind blau hervorgehoben.